Archive for Mai, 2010

17
Mai

Unnötige Gefühlsduselei…

Posted By Miss Troubleshooting in Allgemein

Verliebtheit ist ein intensives Gefühl der Zuneigung. Sie wird nach Ansicht von Psychologen von einer Einengung des Bewusstseins begleitet, die zur Fehleinschätzung des Objektes der Zuneigung führen kann. Fehler des anderen können übersehen oder als besonders positive Attribute erlebt werden. Verliebtheit ist kein Dauerzustand, sie besteht als eine Phase über einen längeren oder kürzeren Zeitraum, kann abflauen und sich auflösen oder in Liebe übergehen…

Immer wenn man am wenigstens damit rechnet überfällt einen das Gefühl. Es schlecht sich an – leise und kaum merkbar – um dann mit voller Gewalt zuzuschlagen. Man bekommt ohne es zu wollen die rosarote Brille aufgesetz, sie wird förmlich an die Nase geschweißt – egal wie sehr man sich bemüht objektiv zu bleiben – NO WAY! Marotten die eigentlich fürchterlich nervig sind findet man auf einmal süüüüüß. Eine schiefe Nase ist auf einmal echt niedlich und eine Stimme völlig erotisch obwohl der Metzger an der Fleischtheke einen stimmlich mehr anmachen würde… Man hört seinem gegenüber zu – saugt alles was er sagt, tut oder auch nur andeutet auf. Keiner versteht einen besser als das Objekt der Begierde…

Zum Glück hält so ein Zustand nicht lange an!
Irgendwann wacht man auf und es ist nervig wenn er grade dann anruft wenn die Lieblingssoap läuft – das leise schnarchen ufert in eine Klimakatastrophe mit abgeholzten Regenwäldern jede Nacht aus – die Bartstoppeln im Bad machen einen wütend und es ist schier nichts mehr “süßes oder niedliches” an dem Gegenüber…
Frauen und Männer sind einfach zu verschieden!

Umso näher man jemand gefühlsmäßig an jemand heranlässt um so verletzlicher wird man.
Daher habe ich mir eine Tonne Stahlfaserbeton gegönnt und beginne ab morgen meinen eigenen Bunker zu bauen – sicher ist sicher… Wer an meiner Tür klingeln will muss erst die Selbstschussanlage überleben und nicht auf eine der 3462 Minen treten…

…und morgen werfe ich alles hin und werde Prinzessin!

10
Mai

Zusammenfassung

Posted By Miss Troubleshooting in Allgemein

Nachdem ich meinen Blog jetzt lange genug vernachlässigt habe gibt es eine kurze Zusammenfassung der letzten turbulenten Monate.

Herbst 2009
Wochenlang eine neues Auto gesucht nachdem mein Äffchen meinte in meiner Gegenwart schwer rumzicken zu müssen. Ich hatte mir einen Beetle in den Kopf gesetzt und wenn ich etwas will dann nicht gleich – oder später oder irgendwann – NEIN – sofort!
Ich bin hunderte von KM durch Deutschland getingelt, habe Scheckheft gepflegt Autos ohne Scheckheft Probe gefahren, musste mir importierte Autos ohne Brief von unten ansehen um festzustellen das Golf 4 Teile vom Schrott verbaut wurden und nicht zuletzt mit einigen Mitbürgern mit Migrationshintergrundüber Preise verhandeln wie auf dem türkischen Basar… Geworden ist es dann doch ein gelber Beetle aus einem Markenautohaus mit Dekra Prüfung.

Winter 2009
Ich will ausziehen – nicht mich sondern aus der Wohnung. Ich habe fast 2 Jahre versucht mich mit ihr anzufreunden aber wir sind nie wirklich warm miteinander geworden. Für alle anderen nicht nachvollziehbar – liebe zum Detail in jeder Ecke – Einrichtungsstil teuer und elegant aber es ist nicht das was ich will. Nach der letzten Vollkriese habe ich es mir überlegt. Ich will hier raus! Gesagt getan, Mittwoch Kündigung der Wohnung abgegeben und angeboten Fotos zu schicken für eine Nachmieterannonce. Donnerstag Fotos gemailt.
Freitag klingelt das Telefon und 2 Leute melden sich zur Besichtigung an. Es klingelt – eine Frau mittleren Alters mit Tochter schlecht durchs Treppenhaus heran – sie betritt die Wohnung – ihre Augen beginnen schon im Flur zu funkeln. Ich sehe direkt das sie sich in die Bude verleibt hat. Nach kurzem Rundgang steht fest sie will sie – aber so was von :-)
In meinem jugendlichen Leichtsinn antworte ich auf die frage wann ich ausziehen würde mit: “Wenn sie mir 5000 Euro” geben packe ich meine Klamotten jetzt ein und sie können die Schlüssel haben.” Ich sehe dieses funkeln in ihren augen – ist das ihr ernst? “Naja – nicht so ganz” gebe ich zu bedenken.
Wir vereinbaren einen Übergabe Termin in 7 Tagen. Wenn das mal nicht spontan ist! Mein Bett will ich mitnehmen und mein Terrarium. Den Rest kann sie haben. Rechtzeitig zum Umzug schlägt mir die Schweinegrippe ein Schnippchen und wirft mich zu Boden. Toll – ein Glück ist Hannes Viren ressistent und hilft
mit die paar Teile aus der Wohnung zu holen. Mittwoch – 2 Tage vorher gebe ich ihr die Schlüssel und lasse sie einziehen. Mit vollen Kühlschrank – voller Vorratskammer – meiner Deco in den Schränken – mit allem sozusagen. Mein altes Leben geht an deine fremde Frau.
Viel Spaß damit :-)

Frühling 2010
Ich bin auf Wohnungssuche – meine Ansprüche sind seit der letzten Neubauwohnung mit Fußbodenheizung und lauter Luxus schnick-schnack recht hoch. Sie fallen aber proportional zu der Anzahl der besichtigten Wohnungen. 20 Stück habe ich mir angesehen und nicht eine Wohnung kam in Frage.
Zu alt – zu hässlich – ohne Badewanne – ätzende Vermieter – doofe Wohngegend – Ein Badezimmer indem ich nicht stehen kann vor lauter schrägen – Dachgeschoss mit schlechter Isolierung – ich habe alles gesehen und bin schier verzweifelt… Mir ist nichts gegönnt. Derweil wohne ich bei meinen Eltern im Haus – es ist schon schick morgens frühstück zu bekommen und sich um kochen oder waschen keine Gedanken machen zu müssen aber ich muss wieder etwas eigenes haben – ich bin schließlich keine 12 mehr. Ein Kollege der zufällig ebenfalls nach einer Wohnung sucht hat sich eine Zeitung besorgt und borgt sie mir damit ich schauen kann ob was für mich dabei ist…
2 Wohnungen in Neuwied – OBB – teils neu renoviert bla bla… Genau mein Stadtteil – liest sich gut – anrufen. Der Mann am anderen Ende ist sehr nett aber kommt mir irgendwie bekannt vor – ich frage noch mal nach seinem Namen und siehe da – mein alter Vermieter! Ich breche in Jubel aus! Meine alte Wohnung in der ich 7 Jahre gewohnt habe ist frei und die Wohnung darunter auch. Wir machen direkt einen Besichtigungstermin
für den nächsten Tag aus. Ich komme rein und fühle mich direkt wieder wie zuhause – komisches Gefühl.
Ich nehme die untere – etwas kleinere Wohnung. Er lässt mir direkt die Schlüssel da und wünscht mir viel Spaß bei der Renovierung.

Genau jetzt wird es stressig. Ich hänge die Decken 20 cm ab. Reiße eine Türe raus und verschließe das Loch in der Wand. Ich verfuge die Küche neu. Streiche die Wohnung. Baue den Flur um. Meine Helfer verzweifeln mit mir. Ich habe jeden Tag eine neue Idee. 1 Monat später bin ich mit meinem Werk ganz zufrieden und ziehe ein. Ich fühle mich vom ersten Tag an “angekommen” alles ist toll.
Die Einweihnungsparty kann kommen!